Es tropft von der Decke

es regnet

Schnell ein Eimer muss her!
So ging es mir kürzlich im Zimmer meiner Tochter. Nach dem ersten Schreck folgte sofort die Frage: Woher kommt das Wasser? Und die Suche nach der Ursache begann…
Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, für immer einen Eimer im Kinderzimmer stehen zu lassen. Nein, ich wollte zur Quelle, zur Ursache, um den Schaden zu regulieren. Erst mal allein, um keine Zeit zu verlieren und falls notwendig, hätte ich mir Hilfe gesucht bei jemandem, der sich mit Dächern auskennt.
Unser Haus ist der Schutz für mich und meine Familie vor dem Wetter und anderen schlechten äußeren Einflüssen.
Es funktioniert vergleichsweise wie unser Immunsystem. Es muss viel abhalten. Und im Sturm des Lebens fliegen schon mal ein paar Dachziegel weg. Vielleicht zerbricht auch mal ein Fenster oder die Haustür fängt an zu quitschen. Selbst die Innenräume verschmutzen durch die tägliche Nutzung. Zuwendung, Reinigung, Pflege und Reparaturen sind notwendig. Jeder weiß das, jeder macht das. Jedem sind diese Zusammenhänge klar.
Nur wenn es um unseren Körper geht, dann bevorzugen viele Menschen lieber Wasser-Auffang-Eimer in ihren Wohnräumen als die eigentlichen Ursachen zu beseitigen.
Wenn dann auch noch raffinierte Hersteller ebensolche Eimer in Lobeshymnen anpreisen und jegliches Bemühen eine Reparatur vorzunehmen unterdrücken, dann haben diese Menschen irgendwann einmal die schönsten, besten Eimer um sich herum, aber das Dach fängt trotzdem an zu faulen… nur sie merken es nicht.

im Sturm des Lebens
im Sturm des Lebens

Wollen wir das?
Uns mit immer mehr Symptom-Beseitigern umgeben? Abhängig von ihnen zu sein. Statt nach den Ursachen zu suchen und daraus die Lösung zu erkennen?
Welcher Sturm pustet denn unsere Dachziegel weg? Oder sind gar alle Dachziegel drauf und es wurde nur vergessen ein Fenster zuzumachen…?
Wann trauen wir uns, endlich genauer hinzuschauen?
Unser Haus zu betrachten, von außen und von innen. Uns selbst zu ermächtigen, die Dinge in die Hand zu nehmen. Uns selbst zu erforschen und erkennen, was uns wirklich fehlt und schwächt, um dann individuell für uns das “richtige” Heilmittel zu finden…

Warum traust Du Dich nicht hinzuschauen? Hast Du Angst vor irgendeinem Schmerz?
Oder fehlt das Selbstvertrauen dazu?
Ist Dir bewusst, welche Höchstleistung Dein wunderbarer Körper jeden Tag leistet? Das er es geschafft hat, bis zum heutigen Tag allen täglichern Anforderungen zu meistern. Trotz der täglichen Belastung, z.B. durch schlechte Ess- und Trinkgewohnheiten oder Bewegungsmangel oder…
Er ist still und fleißig.
Und wenn sich die Körpersprache durch ein Symptom dann doch mal zu Wort meldet, sollte dieses dann so schnell wie möglich wegkaschiert werden oder schaffst Du es seine Botschaft anzunehmen?